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Impfen für Afrika!


Aktionstag am Dienstag, 11. Mai 2010

 

Am 11. Mai ruft der Verein Tierärzte ohne Grenzen wieder alle Tierärztinnen und Tierärzte dazu auf, am Aktionstag Impfen für Afrika! teilzunehmen. 2009 beteiligten sich 834 Praxen und spendeten mehr als 160.000 €. „Wir möchten uns bei allen teilnehmenden Tierärztinnen und Tierärzten ganz herzlich für die tolle Unterstützung bedanken“, so Dr. Frajo Siepelmeyer, Vorstandsvorsitzender von Tierärzte ohne Grenzen. Dr. Hans-Joachim Götz, Präsident des Bundesverbandes praktizierender Tierärzte, ist erneut Schirmherr des Aktionstages. Die Spenden aus Impfen für Afrika! 2010 unterstützen die Arbeit von Tierärzte ohne Grenzen e.V., in diesem Jahr insbesondere ein Projekt zur Tollwutbekämpfung in der Massai Mara:

 

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jedes Jahr mehr als 55.000 Menschen an Tollwut, etwa 95% davon in Afrika und Asien. Hunde sind dabei die häufigste Infektionsquelle: 99 % der weltweiten Todesfälle bei Menschen sind auf die Übertragung des Virus durch Bisse tollwütiger Haushunde zurückzuführen. Kinder sind besonders gefährdet, denn 30%-60% der Opfer von Hundebissen sind Kinder unter 15 Jahren. Sie werden häufig beim Spielen von Hunden gekratzt oder gebissen. Das Fatale daran ist, dass sie sich der Gefahr einer Tollwutinfektion meist nicht bewusst sind und gerade auf kleinere Verletzungen daher nicht aufmerksam machen, sodass diese unbemerkt bleiben. Doch nur, wenn unmittelbar nach dem Biss eine fachkundige medizinische Versorgung erfolgt, ist die Krankheit noch zu stoppen. Die Behandlung kostet in Afrika umgerechnet etwa 40 US$ - Kosten, die für einen Durchschnittshaushalt kaum aufzubringen sind, wenn man bedenkt, dass das durchschnittliche Einkommen dort etwa 1,5 US$ pro Tag und Person beträgt. Um die Tollwut weltweit kostengünstig einzudämmen, empfiehlt die WHO die vorbeugende Impfung von Hunden. Nähere Informationen auf http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs099/en/  

 

Hier setzt ein Projekt von Tierärzte ohne Grenzen e.V. an, das seit 2006 in der kenianischen Massai Mara durchgeführt wird. Die Menschen dort halten viele Hunde, unter anderem, um ihre Nutztiere vor Angriffen durch Raubtiere zu schützen. Die Haushundpopulation umfasst allein im Projektgebiet von Tierärzte ohne Grenzen geschätzte 20.000 Tiere. Vor Projektbeginn stellte die Tollwut in diesem Gebiet ein massives Problem dar: Es kam regelmäßig zu Bissverletzungen durch tollwütige Hunde und Übertragung des Virus auf Menschen. Auch Wild- und Nutztiere in der Massai Mara waren durch Tollwut bedroht. Durch vorbeugende Impfungen und intensive Aufklärungsarbeit ist es Tierärzte ohne Grenzen e.V. gelungen, die Zahl der Hundebisse und Ausbrüche von Tollwut bei Menschen deutlich zu reduzieren. Mit diesem Projekt leistet Tierärzte ohne Grenzen einen wichtigen Beitrag zur Tollwutbekämpfung. Der Verein ist seit 2008 „offizieller Partner für Tollwutprävention“ der Alliance for Rabies Control, die u.a. den jährlichen Welttollwuttag veranstaltet.

 

Tierärztinnen und Tierärzte können dieses Projekt unterstützen, indem sie am 11. Mai 2010 an Impfen für Afrika! teilnehmen und die Hälfte der Impfeinnahmen dieses Tages an Tierärzte ohne Grenzen e.V. spenden. Nähere Informationen zum Impftag sowie ein Anmeldeformular finden Sie auf www.impfenfuerafrika.de. Die Anmeldung ist auch telefonisch unter (0511) 953 79 97 möglich sowie per E-Mail an impftag@togev.org oder per Fax an (0511) 953 82 79 95. Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung.

 

 
 
 
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